Donnerstag, 9. Februar 2012

unbedeutende Gedanken eines Abends

.......... ich wandte mein Blick ans Fenster und sah zu, wie sich die kleinen Schneeflöckchen draußen auf die Dächer legten.
Ein Gefühl von Schwermut überkam mich. Schon ein weilchen hatte ich dem Ticken der Uhren gelauscht, doch nun wollte ich etwas anderes. So durch stöberte ich meine CDs, doch nichts, was mich ansprach. Hatte ich sie alle schon so oft gehört. Blieb ich doch dann bei den Werken aus der frühen Barockzeit hängen.

Widerwillig versuchte ich meine Arbeit fort zusetzen, doch die Werke Vivaldis, Marcellos, Clarkes,... (u.a.) schienen mich davon abhalten zu wollen.
So schweiften nun meine Gedanken hinfort in ferne Welten aus Abenteuer und Zauberei. Ließen mich von Vergangene Jahrhunderte träumen, von Schlössern und Revolutionen....
Immer wieder startete ich den Versuch meine Arbeit fortzusetzen, doch eine unsichtbare Kraft ries meine Gedanken immer und immer wieder fort.
Nie kann man sich so voll und ganz auf etwas konzentrieren, wie dann, wenn man eigentlich etwas ganz anderes machen sollte.
Wie gerne, würde ich meinem Verlangen nachgeben und eines der zahlreichen Motive umsetzen, welche mir in den Gedanken herum spuckten.

Nun ist die CD abgelaufen. Alles ist Stumm, nur das zarte Ticken der Uhren ist noch zu vernehmen.
Vorbei sind die Klänge, verschwunden die bunten Bilder.
Nur mich lassen sie zurück.
Zurück in einem kleinen Arbeitszimmer.
Zurück in der Realität, welche so kalt erscheint, wie ein Wintertag.

So das ich mich schon bald wieder nach den bunten Bildern und den Klängen sehne, welche mein Herz so verzauberten....nach der Welt, welche ich einst erschuf.....